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Bosch in Deutschland
Die Gründung von Bosch Climate Solutions

„Klimaschutz bedeutet, ein Zeichen zu setzen.”

CEO Donya Amer

Donya Amer

Bosch wird bis Ende 2020 als erstes großes internationales Industrieunternehmen klimaneutral sein. Mit der neuen Gesellschaft Bosch Climate Solutions gibt Bosch sein Wissen an andere Unternehmen weiter. Für Mitgründerin und CEO Donya Amer ist Klimaschutz aus der Strategie von Unternehmen nicht mehr wegzudenken.

Unsere über 400 Standorte weltweit hinterlassen bis Ende 2020 keinen CO₂-Fußabdruck mehr. Bei der eigenen CO₂-Neutralstellung soll unser Beitrag zum Klimaschutz aber nicht enden. Wieso also nicht unsere Erfahrung und Lernkurve mit anderen Unternehmen teilen, um deren individuelle CO₂-Neutralstellung zu beschleunigen? Diese Frage war so elementar, dass sie zu einem Konzept entwickelt und der Geschäftsführung zur Freigabe eingereicht wurde.

Das Ziel: eine Beratungs-Sparte innerhalb des Gesamtkonzerns aufzubauen, welche in den externen Markt die Themen Nachhaltigkeits-, sowie CO₂-Neutralstellungsstrategie multipliziert. Mit der Firma Prettl als Referenzkunde haben Donya Amer und ihr Team das erste externe Nachhaltigkeitsprogramm prettl go zero auf- und umgesetzt. Mit Erfolg: Das Vertrauen des Kunden sowie das Go der Geschäftsführung waren da. Im April 2020 unterschrieben Donya Amer und ihr Kollege Torsten Kallweit die Gründungspapiere: Bosch Climate Solutions wurde geboren.

Die Gründung von Bosch Climate Solutions fand mitten in der Corona-Krise statt. Was hat das verändert?

Bosch Climate Solutions CEO Donya Amer

Unsere komplette Gründung verlief virtuell – bis auf den Notartermin am 21. April 2020, an dem Torsten Kallweit und ich die Gründungspapiere unterschrieben haben. Viele unserer Mitarbeiter kannte ich anfangs nur über den Bildschirm. Auch die Bekanntmachung unserer Gründung verfolgten wir digital. Ende April hat unser Geschäftsführer Volkmar Denner im Rahmen der Bilanzpressekonferenz Bosch Climate Solutions präsentiert. Zu diesem Anlass fand auch unser erstes Teammeeting statt – virtuell vor den Laptops. Diesen besonderen Moment konnten wir also mehr oder weniger trotzdem gemeinsam erleben. Heute sind digitale Meetings für uns Normalität. Auch unsere Kunden nehmen diese Situation gut auf. Da kommt es in diesen Zeiten auch mal vor, dass ich mit einem Vorstand über einen Vertrag verhandle, während er in seinem Garten in der Sonne sitzt.

Was zeichnet Bosch als Partner in Sachen Klimaschutz aus?

Als erstes Industrieunternehmen weltweit werden wir 2020 klimaneutral, wir wissen also, wovon wir reden. Bosch hat eine lange Nachhaltigkeits-Historie und viel Kompetenz in diesem Bereich. Das zeigen unsere über 1 000 Nachhaltigkeitsexperten und über 800 Nachhaltigkeitsprojekte. Und die können wir unseren Kunden direkt vor Ort zeigen: Ob unser Wasserkraftwerk am Standort Blaichach, das rund die Hälfte des Werk-Energiebedarfs abdeckt, oder unsere Photovoltaik Initiative Indien am Standort in Nashik. Mit unseren über 400 Standorten weltweit haben wir globale Erfahrung und können so auf viel länderspezifisches Wissen zurückgreifen.

Donya vor dem Bosch Zentralgebäude

Wie setzt sich euer Team zusammen?

Donya während der Arbeit mit ihrem Team

Gemeinsam mit meinem CTO Torsten Kallweit teile ich mir die Verantwortung in der Geschäftsführung. Er ist ein absoluter Nachhaltigkeitsexperte und verantwortet darüber hinaus auch die CO₂-Neutralstellung für den Gesamtkonzern Bosch. Mein Team und ich fokussieren uns außerdem auf sämtliche Vertriebsaktivitäten und sensibilisieren den Markt für dieses Thema. Wir alle brennen dafür, das spürt man in jeder Sekunde. Diese besondere Stimmung entsteht auch durch unsere Diversität: Wir sind sehr gender-divers, haben die verschiedensten beruflichen Hintergründe, Kulturen und Werdegänge, kommen aus sehr unterschiedlichen Bereichen und Altersgruppen. Jedes Teammitglied kann so seine Kernkompetenzen perfekt einbringen. Das überträgt sich auch auf unsere Kunden. Wir bekommen oft das Feedback, dass wir auch andere mit unserer Begeisterung motivieren. Genau dann haben wir unser Ziel erreicht.

„Wir bekommen oft das Feedback, dass wir auch andere mit unserer Begeisterung motivieren. Genau dann haben wir unser Ziel erreicht.”
Donya Amer, CEO Bosch Climate Solutions
Donya und ihr CTO Torsten Kallweit
 
Donya im Gespräch mit ihrem Kollegen Torsten

Woher kommt deine Begeisterung für das Thema Klimaschutz?

Donya während der Arbeit

Der Klimaschutz ist eine der größten Herausforderungen, denen wir uns als Bevölkerung stellen müssen. Für mich ist das Thema deshalb eine Grundsatzfrage. Privates und Berufliches kommt hier für mich zusammen. Das ist ein Geschenk. Ich liebe das Wasser und tauche in meiner Freizeit. Dort begegne ich leider viel Plastik. Deshalb beschäftige ich mich zum Beispiel mit dem Thema Plastikkonsum. Viele Dinge in meinem Leben habe ich in den letzten Jahren grundlegend verändert. Dabei finde ich es wichtig, nicht mit dem Finger auf andere zu zeigen, sondern als Vorbild voran zu gehen und andere im Umdenken zu unterstützen. Das ist auch das, was wir mit Bosch Climate Solutions machen: Mit der Gründung haben wir den Rahmen geschaffen, nicht nur für uns Verantwortung zu übernehmen, sondern für das gesamte Thema. Wir können mit unserer Arbeit beeinflussen, dass Firmen ihre Nachhaltigkeitsagenda schneller umsetzen. Das ist, was uns als Team antreibt.

Welche Menschen passen zu Bosch Climate Solutions?

Donya mit einem Kollegen in der Bosch Zentrale

Zu uns passen Menschen, die offen sind für Neues, sich zutrauen, Verantwortung zu übernehmen, eine starke Fachexpertise haben, das Thema Nachhaltigkeit durchaus wirtschaftlich betrachten, einen hohen Grad an räumlicher und zeitlicher Flexibilität mitbringen und maximal empathisch sind. Weil wir noch am Anfang sind, kann man als Teammitglied viel gestalten und hat somit eine sehr schnelle Lernkurve. Und das Allerbeste: Wer Teil unseres Teams ist, kann daran mitwirken, die Industrie klimaneutral zu stellen.

Donya Amer im Porträt

Donya Amer

CEO Bosch Climate Solutions

Donya Amer begeisterte sich schon früh für die Finanzwelt und kaufmännische Themen. Nach dem Abitur startete sie ihren Berufsweg deshalb mit einer Bankausbildung. Im Anschluss absolvierte sie an der Universität Köln und der University of California, Berkeley, ein Business Administration Studium mit den Schwerpunkten Finanzen und Personal. Währenddessen hat Donya Erfahrung in Beratungshäusern gesammelt und so ihre Leidenschaft für Beratungsthemen entwickelt. Nach ihrem Studienabschluss stieg sie bei IBM in Frankfurt ein und war bei IBM 17 Jahre schwerpunktmäßig in Bereichen rundum Beratung und technologische Transformation tätig. 2017 führte sie ihr Weg zu Bosch. Rund 3 Jahre verantwortete sie als Mitglied der Geschäftsleitung das Business Interface der internen IT, bevor sie 2020 Mitgründerin und CEO von Bosch Climate Solutions wurde.

Bosch Climate Solutions: Der Weg zur Klimaneutralität

Das Wissen aus mehr als 1 000 eigenen Energieeffizienz-Projekten bündelt Bosch in der neuen Beratungsgesellschaft „Bosch Climate Solutions“ und stellt seine Erfahrungen damit anderen Unternehmen zur Verfügung. Wie bei der eigenen Klimaneutralstellung setzt Bosch in der Beratung auf einen ganzheitlichen Ansatz, der Planung, Auswahl und Umsetzung passender Lösungen unter ökologischen sowie ökonomischen Gesichtspunkten umfasst. Das individuelle Ziel wird auf Basis von vier Hebeln definiert:

  • Erhöhung der Energieeffizienz durch Optimierung des Energieverbrauchs
  • Neue, saubere Energie wie Photovoltaik, Biomasse, geothermische Energie und mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzellen
  • Verwendung von Ökostrom aus neuen oder bereits bestehenden Anlagen
  • Ausgleich von CO₂-Emissionen durch Kompensationsprojekte

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