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Bosch in Deutschland
Bosch.IO

„Das Wichtigste in der Software-Entwicklung? Kommunikation!”

Practice Lead Software Engineering Marita Klein

Marita Klein

In ihrem Informationstechnik-Studium war Marita die einzige, die nicht schon vorher programmieren konnte. Heute, rund 8 Jahre nach ihrem Abschluss, gestaltet sie bei Bosch.IO die Softwarekultur eines ganzen Bereichs.

Woher kommt dein Interesse an Software?

Marita im Gespräch

In meiner Kindheit und Jugend wurden Computer, Internet und Software Teil unseres Alltags, das erste Smartphone kam auf den Markt. Diese Entwicklung hat mich geprägt und damals schon fasziniert. Generell war mein Interesse an technischen Themen immer groß. Nach meinem Realschulabschluss habe ich deshalb ein technisches Gymnasium besucht. Dort kam ich allerdings nie wirklich mit Programmierung in Berührung. Die Gründe für meine Studienwahl waren also vor allem mein eigenes Interesse und das Bauchgefühl. Zu Beginn meines Informationstechnik-Studiums war ich tatsächlich auch die einzige, die noch nicht programmieren konnte – und die einzige Frau. Mittlerweile leite ich bei Bosch eine ganze Software-Abteilung. Man sollte sich also nie entmutigen lassen: Sofern man Spaß an technischen Themen hat und neugierig ist, ist alles möglich.

Wie wichtig ist es, Menschen schon früh an technische Themen heranzuführen?

Marita im Gespräch

Im Nachhinein bin ich mir sicher: Hätte es zu meiner Schulzeit entsprechende Angebote gegeben, hätte ich mich schon früher für Software interessiert. Heute setze ich mich deshalb dafür ein. Ich gestalte den Girls’Day am Standort Berlin mit und engagiere mich zum Beispiel bei der Organisation von Hackathons. Dazu zählt die regelmäßig stattfindende Bosch ConnectedExperience – Europas größter IoT Hackathon, zu dem auch viele Studierende kommen. Viele ehemalige Teilnehmende arbeiten heute selbst bei Bosch. Es ist toll zu wissen, dass wir bei den Menschen die Begeisterung für unsere Technologien wecken. Jedes Jahr werden es mehr Teilnehmende, mit diversen Hintergründen – und was für mich besonders schön ist: Es kommen immer mehr Frauen. Diese Entwicklung lässt sich auch im Job selbst beobachten: Profile von Entwicklern werden immer diverser, der Frauenanteil steigt. Wir haben bei Bosch auch spezielle Frauen-Mentoring-Programme wie women@bosch, in dem ich Mitglied bin. All diese Veranstaltungen, Formate und Netzwerke sind wichtig, um Menschen von MINT-Berufen zu begeistern und Vorbilder zu schaffen.

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Was begeistert dich an Softwareentwicklung?

Das Schöne an Softwareentwicklung ist, dass man Probleme direkt lösen kann. Ich brauche dafür keine Simulation oder ähnliches. Das Handwerkszeug habe ich immer dabei. Mir gefällt daneben die Kombi aus technischen Problemlösungen und Kommunikation: Wir müssen die Probleme und Anwendungsfälle des Kunden verstehen und gleichzeitig gut im Team arbeiten. Offen zu sein und gut kommunizieren zu können, ist deshalb entscheidend. Speziell bei Bosch ist das Tolle vor allem die Themenvielfalt. Ich habe hier bereits an einem Healthcare Projekt gearbeitet, an Smart Buildings, im Agriculture-Bereich und aktuell im Energieumfeld. Außerdem ist unsere Arbeit am Internet der Dinge für mich gerade ein extrem spannender Prozess. Es gibt noch keinen Masterplan, wie Abläufe erfolgreich sind und wie Ergebnisse auszusehen haben. Entsprechend müssen wir mutig sein und Neues ausprobieren. Das sind für mich wichtige Erfolgsfaktoren und genau das, was mir so großen Spaß an meinem Job macht.

Was sind deine Aufgaben als Practice Lead?

Ich bin für die Steuerung meines Teams verantwortlich, das über Waiblingen, Immenstaad am Bodensee und Berlin verteilt ist. Kommunikation ist dabei wesentlich, daher lege ich viel Wert auf regelmäßigen Austausch. Das gelingt dank digitaler Arbeitsmodelle auch über die Standorte hinweg. Das flexible und digitale Arbeiten hat aber noch mehr Vorteile – für die Mitarbeiter selbst, und auch für die Ergebnisse unserer Arbeit: Wir müssen Projekte nicht mit den Menschen besetzen, die vor Ort sind. Wir besetzen sie mit denjenigen, die dazu passen und die entsprechende Expertise haben.

Neben meinen Aufgaben als Teamleiterin unterstütze ich auch als Softwareentwicklerin. Mir ist es wichtig, nicht den operativen Bezug zu verlieren und nah an den Themen zu sein. Unser Team arbeitet an verschiedenen Projekten, die meisten sind aus dem Energieumfeld. In dem Projekt, in dem ich mitarbeite, machen wir Stromzähler intelligent: Für einen Stromanbieter entwickeln wir digitale Mehrwertdienste in der Cloud. So können Stromzähler den Verbrauch in Echtzeit an den Netzbetreiber kommunizieren. Und diese können die Stromerzeugung wiederum besser steuern – was letztendlich auch der Umwelt zugutekommt.

  • Marita bei der Arbeit
  • Marita bei einer Präsentation

Das Thema Umwelt spielt in deinem Leben eine große Rolle. Wie kannst du das in deinen Arbeitsalltag integrieren?

Mir ist es wichtig, für einen Arbeitgeber zu arbeiten, bei dem das Thema Nachhaltigkeit tief verankert ist. Wir werden bis Ende 2020 als erstes globales Industrieunternehmen klimaneutral sein. Das ist ein großer und wichtiger Schritt. Damit sollte unser Engagement aber nicht enden – denn auch im Kleinen ist bei Bosch viel möglich: Ich reise geschäftlich ausschließlich mit der Bahn und wir haben eine Nachhaltigkeits-Gruppe bei Bosch.IO. Dort haben wir zum Beispiel erreicht, dass wir mit einer umweltfreundlichen Suchmaschine arbeiten oder zum Geburtstag jeder eine Schokolade bekommt, mit deren Kauf ein Baum gepflanzt wird.

Practice Lead Software Engineering Marita
Marita Klein im Porträt

Marita Klein

Practice Lead Software Engineering bei Bosch.IO

Nach ihrem dualen Bachelor-Ingenieurstudium im Bereich Informationstechnik absolvierte Marita ein Masterstudium in Kommunikations- und Medieninformatik. 2015 begann ihre Laufbahn bei Bosch als Fullstack-Entwicklerin, zunächst für Frontend im Bereich Healthcare, dann für Backend und Architektur im Bereich Agriculture. Seit Anfang 2020 ist sie Practice Lead Software Engineering bei Bosch.IO. Dort arbeiten Digitalisierungs- und IoT-Experten an IoT-Lösungen, die auf künstlicher Intelligenz basieren. Besonders wichtig sind Marita die regelmäßige Kommunikation und der offene Austausch mit ihrem Team. Ihr Hobby Yoga stärkt Marita in ihrer Achtsamkeit – das hilft ihr dabei, auf die Bedürfnisse ihrer Team-Mitglieder einzugehen.

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